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Elf Fahrradträger im Test

Große Unterschiede – Mit Pedelecs teilweise überfordert - 25.06.2019 20:32 Uhr

Bewährungsprobe: Testkandidat Eufab Premium 3 beim Ausweichtest. © ADAC


Im Sommer – und da gerade zur Urlaubszeit – packen viele wieder die Räder aufs Auto. Als beste Lösung gelten Fahrradträger, die sich auf die Anhängerkupplung montieren lassen. Sie beeinträchtigen Luftwiderstand und Spritverbrauch nicht in dem Maße wie ein Dachträger, bewahren den Lack vor Kratzern – wie sie bei konventionellen Heckträgern schon mal vorkommen – und lassen sich schnell an- und wieder abbauen.

Der ADAC hat jetzt elf Fahrradträger für die Anhängerkupplung im Preisspektrum zwischen rund 215 und 700 Euro getestet. Die Kandidaten konnten jeweils drei Räder aufnehmen und eignen sich somit auch für den Transport von Pedelecs.

Aus dem Vergleich ging der Uebler i31 mit Note 1,9 ("gut") als Sieger hervor. Sein Preis – ca. 700 Euro – wies ihn aber auch als teuersten unter den Kandidaten aus. Die rote Laterne des Schlusslichts trägt das günstigste Modell Bullwing SR3 plus (rund 200 Euro), das nicht über die Note 3,8 ("ausreichend") hinauskam. Auch der mit ca. 280 Euro nächstgünstigste Prüfling Menabo Alphard Plus (Note 3,6) brachte es nur zu einem "ausreichend" und landete auf dem vorletzten Platz.

Es geht auch günstig

Daraus lässt sich aber nicht ableiten, dass ein Qualitätsträger nur zum hohen Preis zu haben ist. Der zu rund 330 Euro erhältliche Eufab Premium 3 beispielsweise wurde ebenfalls mit "gut" bewertet (2,3) und konnte sich auf Rang drei platzieren.

Die Testergebnisse im Überblick: Fünfmal gab es "gut". © ADAC


Der Testsieger Uebler i31 überzeugte vor allem bei Handhabung, Gestaltung und durch sein niedriges Gewicht. Den Crashtest wiederum bewältigte der zweitplatzierte VeloSpace T3 von Thule (rund 520 Euro, Gesamtnote 2,0 und somit "gut") am besten.

Beim Bullwing SR3 plus, Mft BackPower und Yakima FoldClick 3 hingegen kam es infolge des Crashs zu heftigen Einschlägen in den Aufbau, mindestens zwei Haltearme brachen. Beim Bullwing rutschten außerdem die Räder aus den Führungsschienen, beim Mft schwächelte die Verzahnung des Befestigungsbügels.

Schwer ist schlecht

Große Unterschiede konstatierten die Tester beim Gewicht der Prüflinge. Dabei sollte ein Träger möglichst wenige Kilos auf die Waage bringen. Grund: Die Stützlast des Autos darf auch mit Fahrrädern im Huckepack nicht überschritten werden. Besonders punkten konnte der 16,4 kg leichte Testsieger von Uebler, während der schwere Mft BackPower (30 kg) dem Nutzer enge Grenzen steckt: Drei Räder sind letztlich schon zu viel, und für mehr als ein E-Bike reicht es kaum.

Die beiden Testverlierer erlauben pro Rad nur maximal 20 kg (Bullwing SR3) bzw. beim Transport von drei Bikes lediglich 15 kg pro Rad (Menabo Alphard Plus). Damit kommen sie für Pedelec-Fahrer praktisch nicht in Frage.

ule

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