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Zwischen Opulenz und Omas "Streetfood"

Sternekoch Alexander Herrmann stellt sein neues Konzept "Fränk’ness" und "Imperial" vor - 23.10.2017 09:00 Uhr

Sternekoch Alexander Herrmann hat das "Imperial" (Foto) und das "Fränk'ness" eröffnet. © Michael Metajka


Vor dem sanierten Eckhaus in der Königstraße stehen am Freitagabend die Leute und gucken neugierig durch die hell erleuchteten Fenster ins Innere. "Das ist doch der Herrmann", sagt ein Mann zu seiner Frau. Der ganz normale Wahnsinn seien die letzten Stunden vor der Eröffnung gewesen, sagt drinnen Alexander Herrmann, Fernsehkoch mit Sterne-Restaurant in Wirsberg, der sich hier seinen lang gehegten Wunsch von einem schönen Lokal in Nürnberg erfüllt hat. "Hinten gehen die Handwerker raus und vorne die Gäste rein."

Eigentlich sollte das Objekt an Ostern eröffnet werden, doch die Sanierungsarbeiten an dem im Jahre 1900 von Architekt Emil Hecht erbauten Sandsteinhaus zogen sich länger hin, als erwartet. Ein Schmuckstück ist das Gebäude geworden, in dem damals die Nürnberger ihren Kaffee im "Café Imperial" tranken. "Es freut mich, dass Sie den Namen übernommen haben", sagt Hausbesitzer Siegfried Valentin.

Als Erstes macht sich also die Presse ein Bild von dem neuen Etablissement. Der Rundgang mit Kostproben beginnt im "Fränk’ness", dem "Herrmann für jedermann", in dem es bezahlbares Streetfood gibt: "Schmorburger" (ab 8,90 Euro), fränkische Brotpizza (ab 9,50 Euro) und diverse Sandwiches (ab 5,90 Euro).

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Das Ambiente ist bunt und urban, in der derzeit angesagten Unfertigkeit vom Architekturbüro Jung & Klemke aus Wetzlar gestaltet. Mit unverputzten Wänden, viel Backstein, rohem Holz und einem dominanten Tresen in der Mitte des Raumes.

Im "Imperial" im ersten Stock sitzt man bequem in samtigen Sesseln an mit Leder bezogenen Tischen und genießt eine aufs Wesentliche reduzierte Küche. "Minimalste Opulenz" nennt Herrmann dies und serviert Saiblingscarpaccio oder "Imperial Beef-Sashimi". Das Vier-Gang-Menü kostet 79 Euro. Die Freude über die neue Lokalität des Sternekochs hält sich in der Nürnberger Gastro-Szene allerdings in Grenzen, ist zu hören. Man darf gespannt sein, wie die Franken sie annehmen.

Mehr Informationen in unserer Rubrik Essen und Trinken!

Katja Jäkel Redaktion Genuss & Leben/Aufgetischt E-Mail

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