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3:2! Burgstaller bewerkstelligt Schalke-Wunder fast

Tor und Vorlage: Ex-Nürnberger hievte die Knappen in die Verlängerung - 20.04.2017 23:30 Uhr

Da war die königsblaue Welt noch in Ordnung: Guido Burgstaller, der bereits den ersten Knappen-Treffer vorbereitet hatte, stellte in Gelsenkirchen auf 2:0!

Da war die königsblaue Welt noch in Ordnung: Guido Burgstaller, der bereits den ersten Knappen-Treffer vorbereitet hatte, stellte in Gelsenkirchen auf 2:0! © Reuters/Wolfgang Rattay


Das kleine Fußball-Wunder war beinahe schon geschafft, doch nach einem echten Pokal-Krimi ist der Traum von neuen Eurofightern auf Schalke endgültig beendet: Trotz eines 3:2-Erfolgs nach Verlängerung im hochspannenden Viertelfinal-Rückspiel gegen Ajax Amsterdam verabschiedeten sich die Königsblauen am Donnerstag als letzter deutscher Verein aus dem Europacup. Damit ist die Bundesliga erstmals seit zwölf Jahren in keinem europäischen Halbfinale vertreten.

Burgi setzt den Doppelschlag

Die Schalker erlebten in ihrem 100. Spiel im kleinen Europacup wie so oft in dieser verrückten Saison ein emotionales Auf und Ab. Leon Goretzka (53. Minute) und der Ex-Nürnberger Guido Burgstaller (56.) hatten das 2:0 aus dem Hinspiel nach einer enttäuschenden ersten Halbzeit vor 53.701 Zuschauern egalisiert. Daniel Caligiuri weckte mit dem 3:0 (101.) in der Arena endgültig Erinnerungen an den UEFA-Cup-Sieg der legendären Eurofighter 1997.

Doch Nick Viergever (111.) und der frühere deutsche U21-Nationalspieler Amin Younes (120.) schossen Ajax, das nach Gelb-Rot für Joël Veltman (80.) in Unterzahl spielte, ins Halbfinale. Das Team um den nicht eingesetzten Ex-Schalker Heiko Westermann steht erstmals seit 20 Jahren in der Vorschlussrunde eines Europacups.

Die Schalker wurden vor der Partie mit einem Motivations-Film mit Jubelszenen und Toren auf der Stadion-Leinwand eingestimmt. Und die Mannschaft begann mutig, angefeuert von den Fans versuchte sie, Ajax zu überrumpeln. Goretzkas Schuss strich nach 40 Sekunden knapp am Tor vorbei, nach 111 Sekunden traf Max Meyer nur den Pfosten.

Nach dem schwungvollen Start der Königsblauen konnten sich die Gäste besser sortieren, Schalke rannte nun etwas ungestüm an. Dem Revierklub fehlten die Genauigkeit und die Ideen im Spiel nach vorne. Ajax ließ sich von den Gastgebern keineswegs nur in die Defensive drängen, sondern suchte selbst den Weg nach vorne. Die Schalker Abwehr um die nach Verletzungen zurückgekehrten Benedikt Höwedes und Sead Kolasinac hatte in der Anfangsphase aber kaum eine brenzlige Situation zu überstehen. Bei einem Fallrückzieher von Viergever nach einer Ecke war S04-Keeper Ralf Fährmann zur Stelle (24.).

Wenn der Zweite der Ehrendivisie gefährlich wurde, dann meist über links. Rechtsverteidiger Sascha Riether, der den gesperrten Thilo Kehrer ersetzte, hatte bei seinem ersten Einsatz seit Dezember 2016 immer wieder Probleme mit dem schnellen Younes. Schalke überließ Ajax mit zunehmender Spieldauer mehr und mehr die Initiative.

Erst Vorbereiter, dann Finalisierer

Mit der ersten gelungenen Offensivaktion in der zweiten Halbzeit gingen die Schalker dann aber in Führung. Goretzka traf nach schönem Zusammenspiel mit Burgstaller zum 1:0. Nur drei Minuten später war es dann der frühere Club-Hero Burgstaller, der nach Flanke von Kolasinac auf 2:0 erhöhte.

Das ersehnte Fußball-Wunder war für den Revierklub nun greifbar nah. Mit der Führung im Rücken drängten die Königsblauen auf den dritten Treffer, aber auch Ajax spielte weiter mutig nach vorne. Joker Klaas-Jan Huntelaar sollte gegen seinen Ex-Club für noch mehr Schwung sorgen, doch keiner der beiden Mannschaften gelang in der regulären Spielzeit die Entscheidung. In der Verlängerung nutzten die Schalker dann zunächst ihre Überzahl und träumten nach dem 3:0 durch Caligiuri vom Halbfinale, ehe Viergever und Younes Ajax eine Runde weiter schossen. 

dpa

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