Mittwoch, 21.11.2018

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Vier Verletzte nach wilder Verfolgungsjagd mit der Polizei

31-Jähriger beschädigte auf Flucht Polizeiautos und verursachte Unfall - 06.11.2018 09:18 Uhr

Filmreife Szenen am Montagabend in Unterfranken: Der Fahrer eines Dacia flüchtete mit halsbrecherischer Geschwindigkeit, doch in einem Kreisverkehr in Volkach beendete ein Unfall die Verfolgungsjagd. © NEWS5 / Desk


Laut Angaben der Pressestelle der Polizei Unterfranken sollte der Dacia gegen 20 Uhr auf der A3 nahe der Raststätte Spessart im Landkreis Aschaffenburg kontrolliert werden. Doch als der 31-jährige Fahrer des Wagens die Pläne der Polizisten bemerkte, gab er unvermittelt Gas und begann eine waghalsige Flucht. "Mehrere Streifenwagen nahmen daraufhin die Verfolgung auf, auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz", so ein Sprecher der Polizei über die Verfolgung. Während der Mann mit seinem Wagen floh, versuchte er mehrmals die Polizeiwagen von der Autobahn abzudrängen - ein Einsatzwagen wurde dabei gerammt und beschädigt.

Bei Volkach im Landkreis Kitzingen fuhr der 31-Jährige von der Autobahn ab, mit "halsbrecherischer Geschwindigkeit", wie die Polizei sagt. Er raste über die Landstraße und fuhr schließlich entgegen der Fahrtrichtung in einen Kreisverkehr ein. Dieses Manöver stoppte seine Flucht, die laut Polizei rund eine Stunde dauerte, denn sein Auto prallte im Kreisel frontal gegen einen entgegenkommenden BMW. Der Dacia überschlug sich nach der Kollision sogar und blieb schließlich auf der anderen Seite des Kreisverkehrs liegen. Der Fahrer eines nachfolgenden Streifenwagens konnte gerade noch ausweichen, das Polizeiauto prallte allerdings gegen die Leitplanke. Der 31-Jährige wurde laut Polizei mittelschwer verletzt, der 40-jährige Fahrer des BMW leicht. Auch zwei Polizisten zogen sich bei dem Unfall Verletzungen zu.

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Verfolgungsjagd endet mit Unfall: Vier Verletzte in Volkach

Er versuchte, einer Polizeikontrolle zu entgehen, doch am Ende wurde er selbst, zwei Polizisten und ein BMW-Fahrer bei einem Unfall verletzt: Nachdem die Beamten den 31-Jährigen in seinem Dacia lange Zeit auf der A3 in Unterfranken verfolgt hatten, fuhr er von der Autobahn ab. Entgegen der Fahrtrichtung raste er in Volkach (Landkreis Kitzingen) in einen Kreisverkehr und kollidierte dort mit einem BMW. Die Polizei geht davon aus, dass der gestohlene Dacia Grund für die gefährliche Fluchtaktion war.


Der Sachschaden ist hoch - die aktuelle Schätzung liegt bei rund 120.000 Euro. Die Polizei hat jedoch schon eine Vermutung, was der Grund für die riskante Flucht des 31-Jährigen sein könnte: "Momentan gehen wir davon aus, dass es sich bei dem Dacia um ein gestohlenes Fahrzeug handelt", so der Sprecher am Dienstagmorgen. Im Geldbeutel des Mannes stellten die Polizisten zudem eine geringe Menge Marihuana sicher.


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