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Online-Journalismus: Infos im Sekundentakt

#NN-Labor: Experten und Publikum diskutierten Zukunft des Journalismus - 11.04.2017 11:14 Uhr

NN-Chefredakteur Michael Husarek, Holger Schellkopf (bis März 2017 Digitalchef der Mittelbayerischen Zeitung), Manuel Kröppelt vom Olympia-Verlag und Onlinechef Matthias Oberth (v.l.) diskutierten mit dem Publikum über die Zukunft des Journalismus. Moderiert hat die Veranstaltung NN-Redakteur Kurt Heidingsfelder (r.).

NN-Chefredakteur Michael Husarek, Holger Schellkopf (bis März 2017 Digitalchef der Mittelbayerischen Zeitung), Manuel Kröppelt vom Olympia-Verlag und Onlinechef Matthias Oberth (v.l.) diskutierten mit dem Publikum über die Zukunft des Journalismus. Moderiert hat die Veranstaltung NN-Redakteur Kurt Heidingsfelder (r.). © Hans von Draminski


Eine Explosion. Gasunfall oder Attentat? Die Ansbacher Polizei befindet sich in einer völligen Ausnahmesituation und kann keinerlei Auskunft geben. Derweil prasseln Nachrichten von Usern in den sozialen Medien auf die Redaktion ein. Christian Urban, Mitarbeiter von nordbayern.de, verdeutlicht zum Einstieg in den Abend anhand des Anschlag eines syrischen Flüchtlings im vergangenen Jahr in Ansbach den journalistischen Spagat zwischen Tempo und Recherche.

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PODIUMSDISKUSSION IM JOSEPHS PODIUMSDISKUSSION IM JOSEPHS PODIUMSDISKUSSION IM JOSEPHS
Schnell und sorgfältig: Online-Journalismus im digitalen Zeitalter

Onlineredaktionen stehen im digitalen Zeitalter vor einer immer größer werdenden Herausforderung: dem Spagat zwischen Schnelligkeit und sorgfältiger Recherche. Redakteure der Nürnberger Nachrichten und nordbayern.de diskutierten mit Experten und Teilnehmern im Josephs.


Einerseits sei es extrem wichtig, die Menschen in der Region schnellstmöglich zu informieren, gleichzeitig benötige es aber Zeit, einen Informations-Strom zu analysieren und die Fakten zu überprüfen, sind sich Matthias Oberth, Leiter der Onlineredaktion, und Michael Husarek, Chefredakteur der Nürnberger Nachrichten, einig.

Der Zeitdruck in digitalen Zeiten mag zwar die Anforderungen an Journalisten erhöhen, die Digitalisierung hat aber auch positive Auswirkungen: Bürger können Journalisten leichter als bisher über Missstände informieren setzen. Ein Beispiel: Nach einer Drogenrazzia in einem Nürnberger Technoclub wiesen zahlreiche Betroffene via Facebook auf ein Fehlverhalten der Polizei hin. "Wir sind den Hinweisen nachgegangen", so Oberth. Hier könne man über zusätzliche Quellen froh sein, meint auch Holger Schellkopf, bis vor kurzem Digitalchef der Mittelbayerischen Zeitung.

In die Zukunft blickt Manuel Kröppelt, stellvertretender Leiter Digitale Medien des Olympia Verlags. Er plädiert dafür, Nachrichten personalisiert anzubieten — mit Online-Produkten, die "deutlich klüger" sind als bisher.

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NN-Veranstaltungsreihe im Josephs zum Thema Fake News Wiedereröffnung Josephs Wiedereröffnung Josephs
#NNlabor im Josephs: Wie nutzen wir Medien?

Wann und wie nutzen die Menschen welche Medien? Dieser Frage gehen die Nürnberger Nachrichten vom 1. März bis 31. Mai 2017 drei Monate auf den Grund: im Josephs, dem öffentlichen Forschungslabor des Fraunhofer-Instituts in Nürnberg.


 

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