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#NNlabor im Josephs: Wann und wie nutzen wir Medien?

Drei Monate lang gibt es die Zukunft des Journalismus zum Mitdiskutieren - 02.05.2017 08:49 Uhr

Vom Print zum Digitalen: Das Mediennutzungsverhalten der Menschen verändert sich zusehends. © Illustration: Bronislav Hava, Foto: Fotoalia


Im Josephs, dem Innovationslabor des Fraunhofer-Insituts in der Nürnberger Innenstadt, ist im März die Themenwelt "MitMachMedien" gestartet. Drei Monate lang sind auch die Nürnberger Nachrichten und nordbayern.de vor Ort. Wir wollen von den Menschen in der Region wissen: Welche Angebote erwarten Sie von uns neben der Zeitung und den bestehenden Online-Ausgabekanälen? Wie können wir unser Informationsangebot optimieren?

Im Josephs werden seit 2014 mehr oder weniger große Visionen erörtert. So standen bereits die "Interaktion zwischen Mensch und Technik" oder die "Zukunft des Handels" auf der Agenda. Die aktuelle Themenwelt "MitMachMedien" geht uns alle an. Trotz einschlägiger Studien weiß niemand genau, wie wir in zehn, 20 oder 50 Jahren Informationen austauschen und welche das sein werden. Feststeht: Journalismus ist längst keine Einbahnstraße mehr. Interessierte Bürger aus allen Generationen verfolgen zunehmend kritisch, welche Meldungen wie unters Volk gebracht werden. Deshalb öffnen sich immer mehr klassische Medien einer breiten Debatte über ihre Funktion in der Gesellschaft, ihre ethischen Grundsätze und ihre digitale Zukunft.

Der Verlag Nürnberger Presse beteiligt sich mit den Nürnberger Nachrichten und nordbayern.de unter dem Hashtag #NNlabor auf zwei verschiedene Weisen: mit einer Insel, an der Marktforschung betrieben wird, und mit diversen Debatten in der Denkfabrik.

Auf der Insel befragen wir die Besucher zu ihrem Mediennutzungsverhalten zwischen Aufstehen und zu Bett gehen. Parallel dazu können auch neue App-Prototypen der NN getestet werden. Grundsätzlich geht es darum, sich bewusst zu machen, wann man welche Medien konsumiert, was man dabei eigentlich erfährt und was einem möglicherweise entgeht.

Bei den öffentlichen Diskussionsabenden in der Denkfabrik des Josephs diskutieren wir kontrovers, aber sachlich - über eine Fülle relevanter Themen.

NN-Veranstaltungen im Mai

Montag, 29. Mai, um 18 Uhr: Zeitung war gestern - Mit Service Design Thinking eine Medien-App entwickeln 

Mit Service Design Thinking Methoden kannst Du kreativ werden und gemeinsam mit der NN eine innovative Medien-App entwickeln. Zielgruppengerecht scribbelst Du nach einer von Dir entworfenen Persona die Customer Journey der Oberfläche. Das neu geschaffene Produkt wirst Du dann vor einer Jury aus NN online-Redakteuren pitchen. Danach können weitere Ideen in der Diskussion und im anschließenden Networking-Teil entstehen.

Dienstag, 23. Mai, um 18 Uhr: Lebensmittel oder Luxus – Was ist uns die Kultur wert?

Deutschlands Kulturlandschaft gilt im weltweiten Vergleich als vorbildlich. Die öffentliche Hand gibt viel Geld für Theater, Museen, Orchester und Soziokultur aus. Doch viele halten die Ausgaben für den Kulturbetrieb schlicht für überflüssig. In Nürnberg hat diese Diskussion aktuell Fahrt aufgenommen: Die Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas 2025 verursacht nicht unerhebliche Kosten. Ist dieses Geld für die Katz? Oder handelt es sich um eine Investition für die Zukunft und für mehr Lebensqualität in der Stadt? Darüber diskutieren Steffen Radlmaier, Birgit Ruf und Katharina Erlenwein von der NN-Kulturredaktion mit Steffen Zimmermann (Geschäfstführer des Z-Bau) und Ingrid Bierer (Direktorin der Städtischen Museen).

Montag, 15. Mai, um 17 Uhr: "Hate Slam der Nürnberger Nachrichten"

Steht die Chefredaktion der Nürnberger Nachrichten stramm, wenn "Anweisungen" von der CIA kommen? Können NN-Redakteure überhaupt lesen und schreiben? Nicht nur in den sozialen Netzwerken sind die Sitten immer öfter verroht, auch in der täglichen Leserpost und in den Mails an die Redaktion wird häufig kräftig ausgeteilt. Ein Best-of der gemeinsten, bösesten und komischsten Zuschriften tragen NN-Redakteure beim Hate Slam vor. Teilnahme mit Anmeldung per Mail an josephs@scs.fraunhofer.de, Eintritt frei.

Dienstag, 23. Mai, 18 Uhr: "Lebensmittel oder Luxus – Was ist uns die Kultur wert?"

Deutschlands Kulturlandschaft gilt im weltweiten Vergleich als vorbildlich. Die öffentliche Hand gibt viel Geld für Theater, Museen, Orchester und Soziokultur aus. Darüber wird aber auch oft gestritten, denn viele halten die Ausgaben für den Kulturbetrieb schlicht für überflüssig. In Nürnberg hat diese Diskussion aktuell Fahrt aufgenommen: Die Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas 2025 verursacht nicht unerhebliche Kosten. Ist dieses Geld für die Katz? Oder handelt es sich um eine Investition für die Zukunft und für mehr Lebensqualität in der Stadt?

Über dieses Thema diskutieren Steffen Radlmaier, Birgit Ruf und Katharina Erlenwein von der NN-Kulturredaktion mit Steffen Zimmermann (Geschäfstführer des Z-Bau) und Ingrid Bierer (Direktorin der Städtischen Museen). Teilnahme mit Anmeldung per Mail an josephs@scs.fraunhofer.de, Eintritt frei.

NN-Veranstaltungen im April

Dienstag, 4. April, 18 Uhr: Spannungsbogen 3.0 -- mit welchem Storytelling hält man seine User bei der Stange?

Multimedia-Reportagen haben das Zeug, spannende Geschichten von vielen Seiten und mit vielen Mitteln zu beleuchten. Die Frage ist, ob der NYT-Scoop "Snowfall hier immer noch das Maß aller Dinge darstellt. 2012 löste die New York Times mit ihrer Geschichte über ein Lawinenunglück in den USA eine weitere Lawine aus: Noch nie zuvor war über ein Ereignis so berichtet worden. Für Journalisten und Leser war "Snow Fall" mit seiner perfekten Mischung aus Text, Audios, Videos und Slide-Shows eine fast schon revolutionäre Lese-Erfahrung. Fünf Jahre später fragen wir, wie sich multimediales Storytelling seitdem verändert hat - und wohin die Reise künftig geht.

SamSon-Redakteurinnen diskutieren zusammen mit Studenten der Hochschule Ansbach und Professor Markus Paul. Teilnahme mit Anmeldung per Mail an josephs@scs.fraunhofer.de, Eintritt frei.

Montag, 10. April, 18 Uhr: Immer, schnell und überall -- Online-Journalismus zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Eben erst passiert - und sofort muss die Meldung raus. Und dann schnell Bilder hinterher. Und Details. Undundund ... ! Die Digitalisierung hat den Journalismus verändert - und damit auch die Gesellschaft. Was ist in Zukunft zu erwarten? Über den Spagat zwischen Reichweite und Qualität, neue Formate und den Einfluss der User diskutieren Redakteure von nordbayern.de mit dem Publikum und Experten aus der digitalen Branche. Teilnahme mit Anmeldung per Mail an josephs@scs.fraunhofer.de, Eintritt frei.

Dienstag,11. April, 18 Uhr: Franken und der Rest der Welt – wie viel Heimat steckt in der Metropolregion?

Von Rothenburg bis Tirschenreuth, von Weißenburg bis nach Thüringen - das ist die Metropolregion Nürnberg. Ist regionale Identität eine Antwort auf die Globalisierung? Und welche Rolle spielen wir als regionales Medium mit unseren Ausgabekanälen? Wieviel Identität stiften unsere Lokalredaktionen und die Zentralredaktion mit Print und Online? Welche Themen verbinden uns in der Metropolregion? Darüber diskutieren NN-Redakteure mit Zeitungslesern und Online-Nutzern, aber auch mit Verantwortlichen aus Politik und Kultur. Teilnahme mit Anmeldung per Mail an josephs@scs.fraunhofer.de, Eintritt frei.

Bilderstrecke zum Thema

#NNlabor im Josephs: Wie nutzen wir Medien?

Wann und wie nutzen die Menschen welche Medien? Dieser Frage gehen die Nürnberger Nachrichten vom 1. März bis 31. Mai 2017 drei Monate auf den Grund: im Josephs, dem öffentlichen Forschungslabor des Fraunhofer-Instituts in Nürnberg.


Mittwoch, 12. April, 18 Uhr: Tratsch und Klatsch – wer will das eigentlich wissen?

Sie sind oft das Salz in der Suppe der Berichterstattung: Berichte über Prominente, pikante Details aus ihrem Privatleben, kurz: Klatsch und Tratsch. Oft werden diese Themen mit spitzen Fingern angefasst – bei Lesern ebenso wie bei Redakteuren – denn wer will schon zugeben, dass er gern durchs Schlüsselloch spickt. Umgekehrt sind bekannte Persönlichkeiten auch darauf angewiesen, im Gespräch zu bleiben. Bei vielen Personen des öffentlichen Lebens verwischen die Grenzen zwischen ihrer Aufgabe und ihren (halb-)privaten Auftritten auf dem gesellschaftlichen Parkett. Worüber darf man die Öffentlichkeit noch getrost informieren, und wo beginnt die geschützte Privatsphäre?

Redakteure, Prominente und ein Jurist sprechen über Unterhaltung in den Medien, Einblicke ins Privatleben von Promis und die Grenzen der Berichterstattung. Eintritt frei.

Donnerstag, 20. April, 18 Uhr: Fanforen als Teil der vierten Gewalt – wie beeinflusst der digitale Stammtisch den Sport?

An Stammtischen wurde der sportliche Erfolg und mehr noch der sportliche Misserfolg des Lieblingsvereins schon immer emotional diskutiert. Inzwischen haben sich diese Stammtische oftmals aus der Eckkneipe ins Internet verlagert, diskutiert wird nun in Fanforen, bei Facebook und Twitter - und sind damit für alle wahrnehmbar. Auch Journalisten und Pressesprecher kommen an den Beiträgen nicht mehr vorbei, aber hat der digitale Diskurs deswegen auch Einfluss auf die sportliche Wirklichkeit? Auf Transfers, Trainerentlassungen, Finanzen? Und sind die Diskussionen im Internet schon längst Teil der vierten Gewalt?

Mit den Besuchern diskutiert die NN-Sportredaktion sowie Luana Valentini (Pressesprecherin 1. FC Nürnberg) und Roman Horlamus (Pressesprecher Thomas Sabo Ice Tigers).

Mittwoch, 26. April, 18 Uhr: Wirtschaftsjournalisten – kritische Begleiter oder verlängerter Arm von Unternehmen und Verbänden?

Wirtschaft und Journalisten sind auf nahezu untrennbare Weise miteinander verbunden: Unternehmen brauchen Informationen, um Strategien zu entwerfen und ihr Geschäft zu planen. Und umgekehrt sind Wirtschaftsjournalisten bei ihrer Arbeit auf Kommunikation mit Managern, Gewerkschaften und Verbänden angewiesen.

Ein permanentes Spannungsfeld. Wo ist die Grenze zwischen PR und Nachricht? Werden Journalisten instrumentalisiert, um neue Produkte unter das Volk zu bringen, Börsenkurse zu beeinflussen oder ideologische Feindbilder aufzubauen? Sind sie Teil des Systems oder doch mehr kritische Beobachter, die mahnend ihre Finger in die Wunden legen? Diese Fragen werden die NN-Wirtschaftsredakteure Klaus Wonneberger, Markus Hack und Gregor le Claire mit Gästen diskutieren. Mit dabei sind Prof. Wolfgang Gerke, Präsident des Bayerischen Finanzentrums, Barbara Brandstetter, Professorin für Wirtschaftsjournalismus und -kommunikation an der Hochschule Neu-Ulm, Pressesprecher bedeutender Unternehmen aus der Region, FAU-Studenten des Studienganges Medien-Ethik-Religion sowie interessierte Gäste. Teilnahme mit Anmeldung per Mail an josephs@scs.fraunhofer.de, Eintritt frei.

NN-Veranstaltungen im März

Donnerstag, 9. März, 18-20 Uhr Ziemlich beste Freunde – wie nah kommen sich Politiker und Journalisten? vorher ab 17.30 Uhr: Bier-Präsentation der Tucher-Bräu. Öffentliche Veranstaltung, Eintritt frei.

Montag, 13. März, 18-20 Uhr Fake News – gefährden Faschmeldungen unsere Demokratie? Teilnahme mit Anmeldung per Mail an josephs@scs.fraunhofer.de, Eintritt frei.

Dienstag, 21.März, 18-20 Uhr Mutter, Vater, Kind – was erwarten Familien von einem regionalen Medienprodukt? Teilnahme mit Anmeldung per Mail an josephs@scs.fraunhofer.de, Eintritt frei.

Das Josephs hat Montag bis Freitag 10 - 19 Uhr, samstags 11 bis 18 Uhr geöffnet und liegt zentral in der Nürnberger Innenstadt, neben Saturn und Wöhrl, 300 Meter entfernt vom Weißen Turm. Besucheradresse: Ecke Karl-Grillenberger-Str. 3/Hintere Ledergasse 44. 

kh/acb

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