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6. Dezember 1968: Tag der "gelben Engel"

Nordbayerns ADAC-Straßenwacht legte heuer 1.324.457 Kilometer zurück - 06.12.2018 07:00 Uhr

Interessiert betrachten die „gelben Engel“ das Geschenk für ihre Frauen: Kochtöpfe. © Kammler


Gaugeschäftsführer Fritz König lobte gestern am "Tag der gelben Engel" in Fischbach die 42 Straßenwachtfahrer, die bei Wind und Wetter in Nordbayern tätig sind. Sie wurden mit Kaffee und Kuchen bewirtet und erhielten für ihren vorbildlichen Einsatz Geschenke überreicht. Fritz König erinnerte daran, wie der ADAC-Hilfsdienst, der im Mai 1926 eingeführt wurde, nach dem letzten Krieg wiederaufgenommen wurde und sich rasch entwickelte: „Heute helfen in der Bundesrepublik 465 Straßenwachtfahrer den Kraftfahrern in Notfällen.

66 Prüfstände in Betrieb

Der Vorsitzende der ADAC-Hilfsorganisation für das gesamte Bundesgebiet, Ernst Gundel in München, sagte, im nächsten Jahr werde die Zahl der Straßenwachtfahrer um weitere 60 auf 535, in Nordbayern auf etwa 50 erhöht.

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Der Ausbau des ADAC-Dienstes erstreckt sich heuer auf das vergrößerte Autobahnnetz und auf weitere Städte. Verbessert wurde die Nachrichtenübermittlung. Die Funkausrüstung umfaßt 136 Signalfunkgeräte, 112 mobile Funksprechanlagen und 48 Autotelefone. Auf 66 Prüfständen konnten 500.000 Kontrollen durchgeführt werden.

Straßenwachtfahrer haben manchmal merkwürdige Erlebnisse. Einer von ihnen sah ein belgisches Fahrzeug defekt auf der Autobahn liegen. Die Eheleute stritten heftig miteinander, Der "gelbe Engel" bot seinen Rat an, um den Pkw von der Fahrbahn zu bringen.

Halbe Stunde Wartezeit

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"Nach meiner Meinung konnte das Fahrzeug, das nur noch geringe Kompression besaß, durch Anschieben wieder in Gang gebracht werden. Die Ehefrau setzte sich ans Steuer, während der Ehemann und ich anschoben. Als der Motor ansprang, suchte die Ehefrau mit dem Auto ohne ihren Gatten das Weite. Den verlassenen Ehemann, bar aller Geldmittel und Ausweispapiere, lediglich mit einem Hemd bekleidet, brachte ich nach einer Wartezeit von einer halben Stunde ins nahegelegene Rasthaus. Der peinliche Zwischenfall ereignete sich vormittags. Am Abend wartete der Zurückgelassene immer noch am Rasthaus." 

F. M.

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