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21. April 1967: Noch viel Arbeit am Talübergang

Das Wasserwirtschaftsamt knobelte bereits an Plänen zur Verlegung der Pegnitz - 21.04.2017 07:00 Uhr

Jetzt nimmt der neue Wöhrder Talübergang Gestalt an. Seit einigen Tagen rollen die Autos nicht mehr über die östliche Brückenhälfte, sondern über den frisch asphaltierten und markierten westlichen Teil. Die Linie des westlichen Brückengeländers zeigt außerdem schon die Richtung an, in der die Straße einmal bis zur Höhe der Dürrenhofstraße verlaufen wird.

Jetzt nimmt der neue Wöhrder Talübergang Gestalt an. Seit einigen Tagen rollen die Autos nicht mehr über die östliche Brückenhälfte, sondern über den frisch asphaltierten und markierten westlichen Teil. Die Linie des westlichen Brückengeländers zeigt außerdem schon die Richtung an, in der die Straße einmal bis zur Höhe der Dürrenhofstraße verlaufen wird. © Gerardi


Tatsächlich warten gerade hier auf die Stadt Nürnberg und den Regierungsbezirk Mittelfranken noch viele Aufgaben. In der nächsten Zeit muß der Goldbach wegen des vorgesehenen Ausbaus der Kressengartenstraße in Rohre verlegt werden. Die Einmündung des Talübergangs in die Bahnhof- und Kressengartenstraße bekommt bald ein anderes Aussehen. Der Bau von zwei weiteren Füßgängertunnels – von der Südseite der Kressengartenstraße zur Wöhrder Wiese und von der Milchversorgung zur Bahnhofstraße – stehen an. „Der Zug ist abgefahren“, erklärt deshalb Baureferent Heinz Schmeißner und meint damit, daß nichts mehr aufzuhalten ist.

Der östliche Stummel auf der Nordseite des neuen Talüberganges: hier endet das große Brückenbauwerk vorläufig noch im Gelände. Bevor weitergearbeitet werden kann, muß der Bezirk Mittelfranken den Nordarm der Pegnitz verlegt haben. Außerdem wird in einigen Wochen der Verkehrsausschuß entscheiden, welcher von beiden Möglichkeiten der Straßenführung er den Vorzug geben will, kurze oder lange Trasse.

Der östliche Stummel auf der Nordseite des neuen Talüberganges: hier endet das große Brückenbauwerk vorläufig noch im Gelände. Bevor weitergearbeitet werden kann, muß der Bezirk Mittelfranken den Nordarm der Pegnitz verlegt haben. Außerdem wird in einigen Wochen der Verkehrsausschuß entscheiden, welcher von beiden Möglichkeiten der Straßenführung er den Vorzug geben will, kurze oder lange Trasse. © Kammler


Fast alle 14 Tage stehen deshalb die Autofahrer vor neuen Situationen. Hatten sie eine Zeitlang die östliche Brückenhälfte benutzt, so steht ihnen jetzt wieder der westliche Teil offen. Noch mehr aber verwirren die gewaltigen Ausmaße die „Kibitze“ unter den Nürnbergern. Sie können sich nicht gut vorstellen, wie der große Knoten vor der Haustür der Bayerischen Milchversorgung später einmal aussehen wird.

Zu dessen Bau werden noch Grundstücksflächen einer an der Südwestseite gelegenen Kraftfahrzeugfirma gebraucht. Baureferent Heinz Schmeißner hegt berechtigte Hoffnungen, daß das Gelände bald abgetreten werden wird und in Richtung der Einmündung der Dürrenhofstraße der Straßenbau vorangetrieben werden kann. Auf der gegenüberliegenden Nordseite bemerken die Zuschauer zwei Brückenstummel. „Wie soll das werden?“ fragen sie und versuchen, sich am aufgestellten Modell und an der Skizze Klarheit zu verschaffen.

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Das westliche Ende der Gabel dient zum Anschluß des Prinzregentenufers und der „Innenstadt“ von Wöhrd, das östliche Stück gehört dem Durchgangsverkehr, wobei noch nicht zwischen zwei Möglichkeiten entschieden worden ist: eine Talstraße auf Stelzen, die bei der Feuerwache Ost über die Viktoriastraße Anschluß an die Äußere Sulzbacher Straße und Welserstraße bekommt, oder eine kürzere Trasse, die beim Schulhaus in die Bartholomäusstraße einschwenkt. Dann müßte die Bartholomäusstraße in Richtung Äußere Sulzbacher Straße noch entsprechend verbreitert werden.

Nordarm wird eingefüllt

„In einigen Wochen wird der Verkehrsausschuß des Stadtrates darüber entscheiden“, kündigt Baureferent Heinz Schmeißner an, dem es mit dem Straßenbau im Norden weniger eilt. Denn vorher muß noch der Bezirk Mittelfranken eine neue Flußrinne in die Mitte des künftigen Wöhrder Sees legen, die den nördlichen und südlichen Pegnitzarm aufnimmt. Sie wird just dort die Straße unterqueren, wo sich jetzt die fast vollendete Brücke mit dem Wehr erhebt. Erst, wenn diese schwierige Arbeit geschafft ist, kann der Nordarm eingefüllt und an den Bau der Straßen am südlichen Ortsrand von Wöhrd herangegangen werden.

Das Nürnberger Wasserwirtschaftsamt, das die Pläne für den Bezirk ausarbeitet, hat inzwischen ein Vorprojekt fertiggestellt, über das bereits mit der Obersten Baubehörde in München verhandelt worden ist. Wann allerdings der erste Spatenstich zur Pegnitzverlegung getan wird, ist – wie so vieles andere auch – von der Finanzierung abhängig. Für die Nürnberger wäre es eine freudige Überraschung, wenn noch in diesem Jahr damit begonnen werden könnte. 

NN

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