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Sonntag, 20.01.2019

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Freilandtheater bietet mehr als „nur“ einen Krimi

Doppelpremiere im Wintertheater für Bezirkstag-Vizepräsidentin Christa Naaß - 11.01.2019 12:25 Uhr

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"In alter Freundschaft": Winterwandeltheater im Freilandmuseum

"Lieber Freund, ..." beginnen die Briefe und enden mit "in alter Freundschaft". Nichts besonderes eigentlich, nur dass der Absender eigentlich seit elf Jahren als tot gilt. Das Ränkespiel um den verschwundenen Hans Korbes nimmt so seinen Lauf.


Denn sie hat es nach Verhinderungen in den letzten Jahren zum ersten Mal geschafft, die Premiere des "WinterWandelTheaters" zu besuchen und teilte die Begeisterung mit den vielen Gästen, von denen Autor und Regisseur Christian Laubert mit seinem Regie- und Produktionsteam sowie das gesamte Schauspielensemble reichlich, teils überschwängliche Anerkennung erfuhren. Ein gelungener Start also in die neunte Spielzeit in der Winterruhe des Freilandmuseums.

Dessen ganz anderes Erleben als im Sommer auch mit den FT-Inszenierung beeindruckte die SPD-Bezirkspolitikerin. Die Dunkelheit, ein paar Schneereste, die Wege zu den Spielstätten in überwiegend aufwärmenden Stuben sorgen schon für eine ganz besondere Atmosphäre. In der lässt man sich unversehens auf die Zeitreise ein, findet sich in einem Ort wieder, in dem einst ein Zugereister mit seiner beruflichen Karriere ebenso für Misstrauen gesorgt hatte, wie bei manchen Männern ob der Treue ihrer Frauen.

Zum letzten Mal gesehen hatte man ihn, als der Fluss immer höher gestiegen war, aus dem später sein Wagen gezogen wurde und er fortan verschwunden blieb, später für tot erklärt wurde. Dass er "in alter Freundschaft" wiederkomme, sorgen elf Jahre später von dem mutmaßlich Toten an mehrere "lieben Freunde" geschickte Briefe für Verunsicherung in dem Ort. Kommt er wirklich zurück und was verbindet sich damit? "Oder erlaubt sich jemand einen grausamen Scherz?", stellt sich den "betroffenen" Empfängern die Frage, auf die es bis 16. Februar von Donnerstag bis Sonntag, im Februar auch Mittwoch, bei jeweils sechs Vorstellungen die Antwort gibt.

Bezirkstagsvizepräsidentin Christa Naaß sprach Autor und Regisseur Christian Laubert das Kompliment für eine äußerst gelungene Inszenierung des neunten "WinterWandelTheaters" im Fränkischen Freilandmuseum aus. © Harald Munzinger


Bezirkstagsvizepräsidentin Christa Naaß würdigte nach der Premiere die vom Freilandtheater gebotene Gesamtleistung, angefangen von den ausgewählten Spielorten – zwischen denen man die "Wanderer" über den Fortgang des Geschehens spekulieren hörte – über deren authentische Ausstattung bis zu den ausdruckstarken Szenen von professionellen wie von Laienschauspielern. Das alles empfand sie als stimmig und die spannende Aufbereitung eines Stücks deutscher Flüchtlings- und Sozialgeschichte als äußerst bemerkenswert und rundum gelungen. "Da wird viel mehr als ein Krimi geboten". Die WinterTheaterWanderung bestätigte Naaß zugleich, dass hier die Mittel des Bezirks bestens investiert sind, für deren Aufstockung sich ihre SPD-Fraktion stark gemacht hatte. Keine Frage, dass sie in "neuer Freundschaft" wiederkommen wird und die Inszenierung "In alter Freundschaft" gerne empfiehlt.

Da viele Vorstellungen schon größtenteils ausgebucht sind, wurde nach Auskunft von Stefanie Pfeiffer die Gruppengröße auf 28 erhöht, womit für jeden Abend 12 zusätzliche Plätze angeboten werden können. Die Vorstellungen beginnen um 18/18.15/18.30/18.45/19 und 19.15 Uhr, Sonntag eine Stunde früher. Karten sind an allen Vorverkaufsstellen, telefonisch unter 09106/92 44 47, per Mail an karten@freilandtheater.de oder online unter www.freilandtheater.de/ticket erhältlich. 

Harald J. Munzinger

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