Sonntag, 24.03.2019

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Fürths Bund Naturschutz feiert Jubiläum

Stadtgartendirektor Hans Schiller gehörte vor 70 Jahren zu den Gründervätern - 11.01.2019 11:00 Uhr

Auch in Berlin zeigen die Fürther Naturschützer regelmäßig Flagge. Am 19. Januar wollen sie — wie hier 2017 — wieder am Brandenburger Tor beim Treffen der europäischen Agrarminister demonstrieren. © Foto: BN


Mit rund 2500 Mitgliedern und Förderern gehört der Fürther BN zu den größten Organisationen in der Stadt. Wesentlichen Anteil an der Gründung der damals noch für Stadt und Landkreis Fürth zuständigen BN-Kreisgruppe im Jahre 1949 hatte der damalige Stadtgartendirektor Hans Schiller, der auch als ihr erster Vorsitzender fungierte. Für damalige Verhältnisse durchaus ungewöhnlich war die kritische Position der Kreisgruppe zur Stadtplanung.

So wandte sich der BN bereits zu Beginn der 1960er Jahre vehement gegen den Plan, in allen Fürther Talauen Hauptverkehrsstraßen zu führen. "Im Zuge des Jubiläums soll auch dieser Teil der Fürther BN-Geschichte aufbereitet werden", sagt Reinhard Scheuerlein, Vorsitzender der BNKreisgruppe Fürth-Stadt. Seit der Gebietsreform 1976 operieren Stadt und Landkreis getrennt.

Doch zunächst konzentrieren sich alle Anstrengungen auf die Unterstützung des Volksbegehrens "Rettet die Bienen!" vom 31. Januar bis 13. Februar. Bereits am 19. Januar wird von Nürnberg aus eine Busfahrt nach Berlin organisiert, wo eine Demonstration anlässlich des Treffens der europäischen Agrarminister geplant ist. Am 26. Mai soll dann eine große Informationsveranstaltung zum Tag der Artenvielfalt in der Kleinen Mainau im Pegnitztal an der Stadtgrenze gegenüber der Uferstadt über die Bühne gehen.

Zu den wichtigsten Aufgaben im neuen Jahr zählen Scheuerlein und seine Stellvertreterin Waltraud Galaske den Einsatz für verstärkte Bemühungen der Stadt zum Klimaschutz. Unter dem Eindruck des Bevölkerungswachstums und der immer dichteren Besiedelung müsse noch stärkeres Augenmerk auf eine wirksame Durchgrünung gelegt werden. Den trockenen Sommer 2018 sehen die BN-Repräsentanten als Warnzeichen der drohenden Klimakrise. Schließlich seien auch die Sommer 2002, 2003, 2012, 2015 und 2016 schon auffällig heiß und trocken gewesen. 

Volker Dittmar

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